Im neuen OECD-Bericht „Gesundheit auf einen Blick: Europa 2018“ wird deutlich, wie sehr sich psychische Erkrankungen auf die Wirtschaft auswirken. Gesundheitspolitische Maßnahmen zur Prävention von Depressionen, Angst- und Panikstörungen und Suchterkrankungen müssen daher unbedingt nach ganz oben auf die gesundheitspolitischen Agenden der Mitgliedsstaaten.

Bildquelle: OECD

Besonders hoch sind die Kosten, die psychische Erkrankungen mit sich bringen (Verdienstausfälle, Behandlungen, Krankengeld etc.) übrigens in Deutschland.

OECD-Generalsekretär Angel Gurría dazu:

„Psychische Erkrankungen sind eine schwere Belastung für den Einzelnen, aber auch für Wirtschaft und Sozialsysteme. Diese könnten deutlich reduziert werden. Einige europäische Länder haben bereits Strategien und Programme zur Bekämpfung von psychischen Erkrankungen eingeführt. Es kann jedoch noch viel mehr getan werden, um die psychische Gesundheit zu fördern. Wir freuen uns, weiterhin mit der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um den Gesundheitszustand in EU-Staaten zu messen und sich den Herausforderungen anzunehmen, bessere Gesundheitspolitiken für ein besseres Leben zu schaffen.“

Sinnvolle Maßnahmen zur psychischen Gesundheit sollten allerdings nicht nur von der Politik ausgehen, sondern auch in den Unternehmen strategisch geplant und umgesetzt werden. Nicht nur sind Unternehmen unmittelbar von den Ausfällen ihrer psychisch kranken Mitarbeiter betroffen; sie können am ehesten analysieren und bewerten, wo im Arbeitsumfeld gegebenenfalls Faktoren für psychische Belastungen liegen könnten. Um dies zu erörtern, eignen sich beispielsweise regelmäßige psychische Gefährdungsbeurteilungen.

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