Personal Branding, die Markenbildung der eigenen Person, ist in der heutigen Zeit elementar wichtig. Unzählige echte und selbsternannte Experten tummeln sich in den sozialen Medien herum, die oftmals voneinander kaum zu unterscheiden sind. Personal Branding ist mehr als nur eine Visitenkarte – durch gutes Personal Branding weiß man, wofür eine Person steht.

Kommunikationsberater und Gelassenheits-Guru Frank Behrendt hat im „Be your Brand“-Podcast von Verena Bender seine Ansichten zum Thema Personal Branding geteilt und dabei auch viele persönliche Einblicke gegeben.

Fünf Punkte, die Frank angesprochen hat, waren für mich besonders lehrreich, sodass ich sie gerne teilen möchte. Meiner Meinung nach sind diese Lehren für jeden, der dabei ist, sich eine eigene Personal Brand aufzubauen, essentiell.

1.Sei authentisch!

Wer mit dem Gedanken spielt, seine persönliche Marke auf Basis einer Rolle aufzubauen, ist zum Scheitern verurteilt . Jeder, der vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist, wird eines Tages enttarnt – der Reputationsschaden, der dadurch entsteht, ist immens. Man sollte also besser nichts tun, von dem man nicht 100% überzeugt ist. Wichtig ist auch, ein Thema zu finden, das man besetzt. Wer einfach nur wiederholt, was andere sagen oder tun, bringt niemanden voran – vor allem sich selbst nicht.

2. Sei fassbar!

Ähnlich wie bei einer Auto- oder Getränkemarke funktioniert auch die Marke Mensch. Wofür steht er, wie präsentiert er sich, hat er ein soziales gewissen? Beim Personal Branding wird die Lupe auf den Menschen gehalten und erfährt eine Vielzahl von Dingen von ihm, die ihn greifbar machen. Alles, was ihn ausmacht – seine Stärken, seine Eigenheiten, seine Vorlieben und auch die Menschen, die ihn umgeben – gehören zur Personal Brand und geben ein rundes Bild der Person ab.

3. Man muss nicht alles zeigen.

Ob es nun die eigenen Kinder sind, private Zeit im Urlaub – zu einer guten Personal Brand gehört auch, dass man für sich selbst klare Grenzen definiert, was man mit der Welt teilt. Bestimmte Aspekte, wie etwa Anekdoten der eigenen Kinder, kann man mit einfließen lassen, dies bedeutet aber nicht zwingend, dass man die Kinder oder andere Personen im eigenen Umfeld, die vielleicht nicht so gerne im Rampenlicht stehen, unbedingt zeigen muss. Auch braucht nicht die ganze Welt zu wissen, wenn man gerade in Rom auf der Spanischen Treppe sitzt oder sich jeden zweiten Tag einen Gin Tonic nach Feierabend gönnt. Dies wirkt schnell sehr erzwungen und schadet der Personal Brand eher. Ein guter Kommunikator versteht es, das Kopfkino anzuregen anstatt den ständig den Holzhammer zu bedienen.

4. Ohne Werte geht es nicht!

Besonders wichtig ist es, eine klare Haltung zu bestimmten Themen zu haben, zu der man steht – komme was wolle. Werte wie Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Fairness definieren eine erfolgreiche Personal Brand und machen sie authentisch.

5. Einfach mal machen!

Zuviel Strategie beim Personal Branding ist kontraproduktiv und führt eher dazu, dass die Authentizität nachlässt. Besser ist es, gelassen an die Dinge heranzugehen, Dinge einfach mal auszuprobieren und herauszufinden, was funktioniert und zur eigenen Markenbildung passt. Außerdem vermeidet man bei dieser Herangehensweise, dass man die Angst vor dem Scheitern füttert. Für Frank Behrendt ist das „Trial and Error“-Prinzip, das in den USA gelebt wird, ohnehin besser, da man aus negativen Erfahrungen häufig die größten Lehren zieht. Der Authentizität der eigenen Personal Brand ist dies außerdem zuträglicher als ein vermeintlich glattes, „perfektes“ Image. Dies glaubt heutzutage sowieso keiner mehr.

Spannend: Frank Behrendt hat für sich selbst nie eine konkrete Personal Branding-Strategie entworfen. Wie er trotzdem zu einer der strahlendsten und bekanntesten Personal Brands im deutschsprachigen Raum wurde, erfahrt ihr in Verena Benders „Be your Brand“-Podcast.

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