World Mental Health Day: Zum Schweigen verdammt?

Jedes Jahr am 10. Oktober erinnert die World Health Organization (WHO) an den #WorldMentalHealthDay.

Jedes Jahr erkranken 5,3 Mio. Menschen in Deutschland an einer Depression, im Laufe seines Lebens entwickelt einer von fünf Menschen eine Depression – die Tendenz dieser Zahlen ist steigend. Mentale Gesundheit, Burnout und Depressionen sollten daher nicht weiter ein Tabuthema bleiben, sondern aktiv angepackt werden!

Gerade die Politik muss hier noch viel mehr für die Bedürfnisse der stetig wachsenden Patientenzahl tun. So wartet man etwa in Brandenburg bis zu drei Monate auf einen Therapieplatz. Angesichts der Suizidgedanken, die Depressionen mit sich bringen können, kann eine solch lange Wartezeit fatale Konsequenzen haben. Hier ließe sich eine erste Entlastung schaffen, indem das gesamte Thema E-Health endlich ernster genommen würde und Digital Health-Apps in die Regelversorgung aufgenommen werden.

Die MyTherapy-App hat eine spannende und alarmierende Infografik zu dem Thema erstellt – wie sehen die Symptome aus, wie geht man mit einem Depressiven um und welche Möglichkeiten auf dem#MentalEHealth-Markt gibt es, um den Schritt aus der Depression zurück ins Leben zu finden?

Es ist eine positive Entwicklung, dass das Thema Mentale Gesundheit seit einigen Jahren immer öfter in den Medien thematisiert wird, sondern offen angesprochen wird. Damit haben sicherlich nicht nur die stetig steigende Belastung und damit steigende Fehlzeiten bzw. Burnout-Erkrankungen in vielen Berufen zu tun, sondern auch die Schicksale prominenter Persönlichkeiten wie Robert Enke (ehem. Fußballtorwart der Deutschen Nationalmannschaft, er nahm sich 2009 das Leben) oder Chester Bennington (beging im Juli 2017 Suizid), welche die dramatische Gefahr dieser auf den ersten Blick so unscheinbaren Krankheit in eine breitere Öffentlichkeit gerückt haben. Noch immer werden in großen Teilen der Bevölkerung Depressionen als Schwäche betrachtet und mit ein bisschen Kummer verwechselt, der sich nach ein paar Wochen doch wieder geben müsste – deshalb muss auch in den kommenden Jahren das Thema Depressionen dringend weiter in den Fokus gerückt und das Stigma endlich aufgehoben werden.

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